Kanalbetrieb

Enorme Abwassermengen passieren tagtäglich das rund 700 km lange Kanalnetz. Da die wenigsten Dinge von selbst optimal laufen - auch nicht die Göttinger Abwässer - wird das gesamte Göttinger Schmutzwassernetz in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gereinigt.

Für diese Aufgaben ist der Bereich Kanalbetrieb zuständig.

Geschulte Mitarbeiter reinigen die Schmutzwasserkanäle in einem Turnus von ein bis zwei Jahren. Damit wird ein einwandfreies Funktionieren und ein reibungsloser Abfluss der Abwässer weitestgehend gewährleistet. Hinzu kommt auch die Reinigung von ca. 20.000 Schächten unterschiedlicher Größe und Tiefe.


Hochdruckspülfahrzeug

An den Rohrwandungen der Kanäle setzen sich Ablagerungen fest, die zu Störungen und Verstopfungen führen. Um das weitestgehend zu vermeiden, müssen diese Ablagerungen von den Wandungen gelöst werden:

Auf einem Hochdruckspülfahrzeug befindet sich ein bis zu 11 m3 großer Wassertank und eine Hochdruckpumpe, die einen Wasserdruck bis zu 100 bar erzeugen kann. Aus einer mit einem Schlauch verbundenen Düse treten Hochdruckwasserstrahlen aus, die in einem bestimmten Winkel auf die Rohrwandungen treffen. Dabei drückt sich die Düse nach dem sogenannten Rückstoßprinzip vorwärts und löst selbst hartnäckigste Ablagerungen von den Rohrwandungen.

Hochdruckspülfahrzeug

Je nach Ablagerungsart und -menge, sowie Wasseranfall im Kanal kommen eine Vielzahl unterschiedlichster Düsenarten zum Einsatz. So werden verfestigte Ablagerungen (wie z. B. Fettablagerungen) oder Wurzeln mit Kanalfräsen oder Kettenschleudern beseitigt.

In Kanälen mit einem sehr hohem Abwasserdurchfluss kommt eine speziell bei der Göttinger Entsorgungsbetrieben entwickelte Düse zum Einsatz. Diese sogenannte Ejektordüse reinigt den Kanal schonend, da sie das im Kanal befindliche Wasser zur Reinigung mitbenutzt und der Druck auf die Rohrwandungen verringert wird.

Je nach Ablagerungsart und -menge, sowie Wasseranfall im Kanal kommen eine Vielzahl unterschiedlichster Düsenarten zum Einsatz. So werden verfestigte Ablagerungen (wie z. B. Fettablagerungen) oder Wurzeln mit Kanalfräsen oder Kettenschleudern beseitigt.

In Kanälen mit einem sehr hohem Abwasserdurchfluss kommt eine speziell bei der Göttinger Entsorgungsbetrieben entwickelte Düse zum Einsatz. Diese sogenannte Ejektordüse reinigt den Kanal schonend, da sie das im Kanal befindliche Wasser zur Reinigung mitbenutzt und der Druck auf die Rohrwandungen verringert wird.


„Göttinger Kugel“

In einigen Kanälen wird auch die „Göttinger Kugel“ eingesetzt. Diese, in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Strömungstechnik entwickelte Reinigungstechnik, ist eine Möglichkeit zur sanften Kanalreinigung. Die Kugel, die von der Schmutzwasserströmung langsam bewegt wird, bewirkt die Aufschwemmung und den Weitertransport des abgesetzten Schmutzes.

Teilweise werden Kanalspülungen auch während der Nachtstunden vorgenommen. Während dieser Zeit fließt wenig Schmutzwasser durch die Kanäle und das geringe Verkehrsaufkommen lässt auch ein Arbeiten an Hauptverkehrsstraßen zu.

„Göttinger Kugel“